Rainy days in Paris – Roland Garros

Nach einem optimal verlaufenen Flug von Zürich nach Paris, haben wir zwei kurze, etwas verrückte Tage in Paris verbracht. Hauptgrund, in die Französische Hauptstadt zu fliegen war eigentlich der Besuch des Tennisturniers Roland Garros. Nachdem wir das Turnier bereits mehr als eine Woche intensiv verfolgt hatten und uns umso mehr auf den Viertelfinaltag gefreut haben (Keys-Barty / Khachanov-Thiem), hat uns der Regen einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Dazu aber später noch mehr…

Da wir nur knapp einen halben Tag zur Verfügung hatten, konnten wir längst nicht alles besichtigen und besuchen, worauf wir Lust gehabt hätten. Dennoch hat uns der Spaziergang vom Quartier St.Germain-des-Près über die Notre Dame zur Sacre Coeur super gefallen und auch den einen oder anderen Eindruck von Paris hinterlassen. Was uns sicher in Erinnerung bleiben wird:

  • Die schon etwas älteren Métros, die gerade zu Stosszeiten extrem gut gefüllt waren (Platzangst und Berührungsängste sind also fehl am Platz;-)).
  • Die wunderschöne Kirche Sacre Coeur mit dem kleinen Park davor, wo man gut eine Weile verweilen und das hoffentlich gute Wetter geniessen kann.
  • Die unzähligen kleinen, oft aber sehr modernen und schicken Cafés, Brasseries und Restaurants, wobei wir immer über die vielen, dicht aneinandergereihten Tischchen und Stühle gestaunt haben.
  • Philipp’s heiss geliebtes Pain au chocolat, sowie den kulinarischen Ausflug in ein koreanisches Restaurant, wo wir das erste Mal Bibimbap probiert haben.
  • Das etwas umständliche Schlüsselsystem Nuki und den kleinsten 2-Personen-Mini-Lift, den wir beide je gesehen haben.
  • Die vielen schönen Blumenmärkte und Blumenläden auf dem Weg.
  • Den ungeheuren Stadtlärm dieser 2-Millionen-Stadt; vom wütendem Gehupe (schlimmer als die Italiener) über den Autolärm generell bis  hin zum Getümmel der vielen Menschen und dem permanenten Rauschen von irgendwelchen Maschinen und Geräten wie Bohrern, Belüftungen, Klimaanlagen, ect.

Allgemeine Infos:

Nach diesem halben Tag Sonne und Stadtleben, haben wir uns auf den Weg zum Roland Garros gemacht, wo wir die Atmosphäre der riesigen Anlage einmal spüren und den Match von Roger Federer gegen Stanislas Wawrinka auf der Grossleinwand verfolgen wollten. Wichtig zu wissen dabei ist (was wir natürlich nicht gewusst haben;-)), dass man für den Besuch der Anlage sogenannte Court d’Annexe Tickets braucht. Diese kann man nicht vor Ort kaufen, sondern muss sie bereits besitzen oder eben online organisieren. Nachdem wir diese Hürde genommen hatten und zwei Stunden bei sommerlichen Temperaturen den Match auf der Grossleinwand schauen konnten, kam das grosse Gewitter. Vom Regen völlig durchnässt, mussten wir uns geschlagen geben und den Heimweg antreten. Für den kommenden Tagen hatten wir Tickets für den Viertelfinal – leider aber nicht mehr Wetterglück. Es regnete von morgens bis abends durch und so wurden alle Spiele verschoben. Nachdem wir zwei Stunden auf der Anlage verbracht und uns mit Souvenirs eingedeckt hatten, verliessen wir etwas traurig die Anlage und gönnten uns dafür eine Massage und neue Schuhe:-) Und hoffen bei einem nächsten Besuch in Paris auf etwas mehr Wetterglück…