Promenade des Anglais et Colline du Château

Bei strahlendem Sonnenschein wollten wir am Sonntagmorgen als allererstes einen Eindruck von unserem neuen Aufenthaltsort Nizza gewinnen. Unsere Wohnung in Les belles terres lag ziemlich genau am Ende der Promenade des Anglais etwas oberhalb gelegen. So beschlossen wir, der legendären, sieben Kilometer langen Uferstrasse, die von den Einheimischen La Prom genannt wird, entlang bis in das Stadtzentrum zu laufen.


Zum Glück ist die Promenade sehr breit und unterteilt in Fussgänger:innen und Velofahrer:innen, so dass für alle genug Platz ist. Das ist auch nötig, denn an der Promenade des Anglais tummeln sich zu jeder Tageszeit Einheimische und Touristen gleichermassen. Bekannt ist die Strasse auch für ihre chaises bleues, die zu einer kurzen Pause mit herrlichem Ausblick auf das türkisfarbene Meer einladen. Zudem reihen sich vor allem gegen das Zentrum hin einige Luxushotel aneinander, das teuerste darunter ist das Hotel Negresco. Besonders gefreut haben wir uns nicht nur über den Anblick des Meeres, sondern vor allem auch über die tollen „Kühlungsdächer“, die in regelmässigen Abständen aufgestellt wurden und unter denen man Schatten und Abkühlung in Form von Wassernebel findet. Eine grossartige Erfindung in Anbetracht der heissen Temperaturen! Und nach diesen eineinhalb Stunden Fussmarsch der Promenade entlang freuten wir uns wahnsinnig auf einen Willkommensdrink in einem der hübschen Strandcafés unterhalb des Hausberges von Nizza, dem Colline du Château.



















Auf diesem 92 Meter hohen Festungsfelsen Colline du Château, der strategisch sehr gut gelegen ist, stand einst eine Festung, von der heute nicht mehr viel übrig ist. Heute lockt der einst stark befestigte Colline du Château mit einem idyllischen Park und einer grandiosen Panoramaaussicht auf die Promenade des Anglais und die Altstadt von Nizza. Diesen Ausblick wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und stiegen die Treppen, welche direkt neben dem Hotel Suisse hochführen, hoch in den Park, wo wir uns einen Moment in die Wiese des Parks legten und die schöne Atmosphäre genossen.








Wenn man am Ende der Promenade des Anglais links Richtung Stadt abdreht, kommt man direkt zum Place Masséna, dem Herzen Nizzas. Der Place Masséna erinnert mit seinem schwarz-karierten Pflaster und den ockerfarbenen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert sehr an das nahe Italien und verleiht ihm ein einmaliges Flair. Auch auf diesem Platz herrscht tagein, tagaus reges Treiben. Abends zeigen Strassenkünstler:innen ihr Können und Cafés laden zum Verweilen ein. Im Winter findet auf dem Place Masséna anscheinend ein Weihnachtsmarkt statt, das stelle ich mir sehr stimmungsvoll vor.






Ein tolles Angebot bietet Nizza auch mit seinen vélos bleus, welche man für 1.50 Euro pro Tag benutzen darf. Die Registrierung per App geht ruckzuck, nur das praktische Ausleihen der Velos an den Stationen ist etwas knifflig. Sobald man den Dreh jedoch raus hat – man muss jedes Mal eine angegebene Nummer anrufen – sind die Velos super praktisch, vor allem wenn man nicht mitten im Zentrum wohnt. Wir haben sie auf jeden Fall rege genutzt 🙂


Üsi Schwiiz und d'Welt 

