Reiten in der Camargue


Die Camargue ist eine grosse Schwemmlandebene in der Provence im Süden Frankreichs. Der grösste Teil der Camargue wird landwirtschaftlich zum Gemüse-, Obst- und Reisanbau, sowie zur Viehzucht genutzt. Der hauptsächlich aus Schwemmland bestehende Boden bietet günstige Bedingungen dafür. Zudem wird ein grosses Gebiet für Meerwassersalinen genutzt, wo Meersalz durch Verdunstung von Meerwasser gewonnen wird. Und natürlich ist auch der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Bekannt ist die Camargue bei Touristen vor allem als Naturschutzgebiet. Hier findet man eine 400 Arten reiche Wasservogelwelt, wie beispielsweise den Rosaflamingo. Und natürlich die weissen Camargue-Pferde, eine nur hier vorkommende Pferderasse, sowie Herden von Camargue-Stieren. Ihr Fleisch ist eine Spezialität der provenzalischen Küche. Pferde und Stiere leben im Freien, sie haben aber Besitzer und tragen entsprechende Brandzeichen. Es sind also keine wilden Tiere. Le-Grau-du-Roi, einer der grössten Orte in der Camargue, liegt eine knappe Stunde entfernt vom Zentrum Montpelliers und ist damit gut erreichbar. In der Nähe von Le-Grau-du-Roi findet man auch zahlreiche Pferderanches, welche Touren mit den Camargue-Pferden anbieten. Genau das habe ich gemacht und bin eine Stunde lang auf einem dieser kräftigen Tiere durch die wunderschöne Landschaft der Camargue, die geprägt wird durch zahlreiche flache Seen, geritten. Das war ein unvergessliches Erlebnis und kann ich nur empfehlen!


















Üsi Schwiiz und d'Welt 

