Jyndabyne in den Snowy Mountains


Cooma mit seinen 8500 Einwohnern gilt als Eingangspforte zum Kosciuszko National Park. Noch näher liegen die drei Ferien- und Skidestinationen Thredbo, Perisher und Jyndabyne. Thredbo bildet den touristischen Schwerpunkt; auf 300 Einwohner/innen kommen 4100 Betten! Kein Wunder, denn Thredbo wurde in den 70er-Jahren als Feriendestination konzipiert und errichtet. Jyndabyne, wo wir unsere hübsche Wohnung hatten, liegt direkt am See. Und diese Seesicht, die absolute Ruhe hier, haben wir sehr genossen nach den lauten Tagen in Sydney.
Der ganze Nationalpark gehört zum Gebiet der Snowy Mountains, dem höchsten und schneesichersten Gebirge Australiens. Der höchste Berg ist übrigens der Mount Kosciuszko mit 2228 Metern.
Die Landschaft über 2000 Metern ist hier faszinierend anders. Anstelle von hohen Berggipfeln gibt es hier weitgezogene Hochebenen, teilweise baumfrei, und auch die Vegetation ist hochalpin und besteht aus Moosen und Flechten. Dazu in den nächsten Beiträgen dann mehr.
Zudem beherbergen die Snowy Mountains eines der grössten Wasserkraftwerk-Systeme der Welt. Es umfasst 16 Staudämme und ein 145km langes Tunnelsystem, welches das Wasser in zwei Flüsse leitet, die wiederum die Murrumbidgee Ebene bewässert. In dieser Ebene werden jährlich Nahrungsmittel im Wert von 8.5 Milliarden AUS produziert. Zudem produzieren die sieben Kraftwerke 5% des Strombedarfs des Südostens von Australien. Die Arbeiter/innen für dieses gigantische Projekt stammten aus 34 Ländern und haben die bisher grösste Entwicklungswelle des Landes ausgelöst.
Und leider blieb auch dieses Gebiet nicht von Buschbränden verschont. In den Jahren 2003 und 2020 zerstörten riesige Buschbrände grosse Waldgebiete im Kosciuszko National Park.
Wir haben die Zeit hier wahnsinnig genossen. Es war ein totaler Gegensatz zur Küste und die hochalpine Landschaft, die frische Luft und die Ruhe in der Höhe fanden wir grossartig. Und mir hat es auch die Weite und Stille des Lake Jyndabyne angetan. Schon der Blick auf den See beruhigt mich, einfach traumhaft. Wir hätten also auch noch einen Tag länger ausgehalten hier. Aber morgen geht’s weiter – in den nächsten Nationalpark, horay 🙂
Jyndabyne Village, etwa 10min von Tyrolean Village, wo wir gewohnt haben, ist auch einen Besuch wert. Es hat neben einem grossen Woolworth auch ein paar Cafés und Restaurants und coole Sportartikel-Shops. Von einem Restaurant am See ist aber weit und breit keine Spur. Die Küsten der Gewässer sind hier immer öffentlich und allen zugänglich. Deshalb gibt es auch keine Einkehrmöglichkeiten direkt an Gewässern. Dafür können sich alle, ob arm oder reich, an den Gewässern erfreuen. Eine tolle Sache!
Autofahrt von Sydney nach Tyrolean Village, Jyndabyne
Unsere Wohnung, Caribou Apartments, Jyndabyne Lake und Jyndabyne Village
Üsi Schwiiz und d'Welt 















































