Monte Bar

TicinoBisher war es so, dass das Wetter nicht Tessin-mässig war, wenn wir im Tessin waren. Und so war es auch heute; regnerische Aussichten anstatt eitel Sonnenschein. Wir machten uns dennoch frohen Mutes auf in Richtung Corticiasca, dem kleinen Dörfchen, wo wir unsere Wanderung starteten. Das liegt nur knapp 10 Minuten von unserem Ferien-Zuhause entfernt, perfekt. Der Weg führte dann regelmässig steil über Weiden, Alpen und durch Wälder hoch – mit andauerndem Blick über Lugano, den Luganersee und die gut erkennbaren Denti della Vecchia auf der gegenüberliegenden Seite. Kurz vor der Alpe Musgatina fanden wir noch einen wunderschönen Picknick-Platz. Und kurz nach der Alpe Musgatina war auch das erste Etappenziel, die SAC Capanna Monte Bar, in Sichtweite. Wenige Minuten später erreichten wir die Hütte, wo wir uns eine kurze Spielpause mit dem Hund gönnten und die im Mai 2016 neu gebaute Hütte begutachteten. Hütte ist eigentlich auch die falsche Bezeichnung. Das moderne, kubische und mit Lärchenholz verkleidete Gebäude mit grossen Panoramafenstern stammt von den Architekten Oliviero Piffaretti und Carlo Romano aus Mendrisio und hat wenig mit dem zu tun, was man sich unter einer Hütte vorstellt. Das SAC-Haus beinhaltet ein Restaurant mit 60 Innenplätzen und etwa 80 Aussenplätzen und ist ganzjährig offen. Und die Aussicht ist grandios! Wir hatten jedoch mehr Lust auf pure Natur als auf Restaurant und liefen deshalb los Richtung Gipfel, dem Monte Bar. Nach den letzten paar steilen Höhenmetern erreichten wir den auf 1816 Metern Höhe liegenden Monte Bar und wurden mit einem feinen Picknick und einer traumhaften Rundumsicht von Lugano über etliche Berggipfel bis nach Bellinzona belohnt. Selbst der leichte Nieselregen konnte uns diese Aussicht nicht vermiesen. Und die menschenleere Natur und die Ruhe in den Bergen waren das pure Glück. Den gleichen Weg ging es dann zurück. Dabei trafen wir im unteren Teil noch auf sehr spezielle Kühe mit riesigen Hörnern – und das verteilt mitten auf dem Wanderweg – die vor allem meinen Puls nochmal ein bisschen höher schlagen haben lassen. 

TESSIN: Corticiasca – Alpe Musgatina – Capanna Monte Bar – Monte Bar

Distanz: 8.8km

Dauer: 2.40 h

Höhenmeter: 800 Weiterlesen

Fast bis zur Meglisalp

Appenzell InnerrhodenIn den letzten Tagen und Wochen hat es nochmal tief hinunter geschneit, viel geregnet und die Temperaturen waren eher kühl. Und so war die Stimmung am heutigen letzten Aprilmorgen mit dem wolkenverhangenen Himmel und den tiefen Temperaturen fast schon mystisch. Unser Ziel war eigentlich die Meglisalp heute und von Wasserauen stiegen wir auch zügig hoch zum Seealpsee, wo wir dann links Richtung Meglisalp weitergingen. Die Schneefelder, welche teils über den ganzen Weg gingen, wurden jedoch mit jedem Höhenmeter grösser – und der Abgrund höher. Irgendwann standen wir vor einem längeren, schräg gelegenen Schneefeld, welches direkt in die Tiefe führte. Da haben meine Beine geschlottert und mein Bauch so rebelliert, dass wir wieder umkehren mussten. Dieses Risiko wollten wir beide nicht eingehen. Nachdem wir noch für ein paar Minuten die traumhafte Aussicht auf den Äscher auf der gegenüberliegenden Seite und den Seealpsee unter uns genossen haben, stiegen wir wieder hinunter zum Seealpsee, wo wir unser Picknick verdrückten. Dann kam ein zügiger Wind auf, es wurde kalt und wir liefen schnellen Schrittes hinunter zum Ausgangspunkt Wasserauen. 

APPENZELL: Wasserauen – Seealpsee – (Meglisalp)

Distanz: 8 km

Dauer: 2.20 h 

Höhenmeter: 500 Weiterlesen

Morgartenberg mit Aussicht

Flagge SchwyzSchon ist Ostermontag und wir müssen das heimelige Schwyz wieder verlassen. Doch diesen letzten Ferientag wollten wir nochmal richtig auskosten und suchten uns eine kurze, aber knackige Wanderung von Morgarten am Ägerisee aus. Von Morgarten aus führte der Weg durch den Wald, über Wiesen und Feldwege ziemlich steil hoch auf den Morgartenberg. Nach einer guten Stunde konnten wir bereits die wunderbare Aussicht auf den Ägerisee aud der rechten Seite und das Rigi-Gebirge, den Wildspitz und den Lauerensee geradeaus geniessen. Sogar die Wärme der Sonne war heute spürbar, trotz leichter Bise. In dieser traumhaften Gegend waren wir sicher nicht das letzte Mal, hier gibt es noch so viel zu entdecken und einige schöne Gipfel zu erklimmen.

SCHWYZ: Morgarten – Rapperen – Morgartenberg

Distanz: 6.8km

Dauer: 1.50h 

Höhenmeter: 500 Weiterlesen

Fast perfekte Sicht auf die Mythen

Flagge SchwyzNachdem wir gestern bereits im Tiefschnee gelandet sind,  haben wir nichts daraus gelernt und sind heute nach ein paar hundert Metern wieder im Schnee gelandet. Ohne Schneeschuhe ist das mässig lässig und so brachen wir die geplante Tour rund um den kleinen Mythen wieder ab und liefen stattdessen einem Feldweg entlang Richtung Büschrainhöchi, von wo man schon eine prächtige Aussicht auf die Mythen, Holzegg und Brunni im Tal hat. Heute waren die Mythen jedoch mehrheitlich von Wolken bedeckt, nur wenige Minuten lang konnten wir sie durchschimmern sehen. Anschliessend liefen wir der Krete entlang bis zum Chli Tändli und kehrten dort wieder um. Philipp war immer noch nicht ganz fit und es war auch nach wie vor sehr kühl. Auf der Büschrainhöchi entdeckten wir eine Feuerstelle und gaben unser Bestes, um ein schönes Feuer zu entfachen und noch etwas Wärme zu tanken. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den Sommer und die schneefreien Gipfel! 

SCHWYZ: Haggenegg – Büschrainhöchi –  Chli Tändli – Haggenegg

Distanz: ca. 8km

Dauer: ca. 2h 

Höhenmeter: nicht gemessen Weiterlesen

Bödmerenwald im Muotathal

Flagge SchwyzDa wir schon viel vom Muotathal gehört, aber noch nie dagewesen sind, wollten wir heute unbedingt eine Wanderung im Muotathal machen. Zuhinterst im Muotathal befindet sich einer der urtürmlichsten Wälder der Alpen; der Bödmerenwald. Teile dieses Waldes sind dem Urwald ähnlich und wurden kaum vom Menschen beeinflusst. Deshalb wird er auch als grösster Urwald Westeuropas bezeichnet. Er wächst auf einer weiten, von Gräben und Brüchen durchfurchten Karstlandschaft und beheimatet eine einmalige Flora und Fauna, unter anderem über 500 Jahre alte Fichten. Diese haben eine auffällige, säulenartige Kronenform, weil sie sich den grossen Schneemengen angepasst haben. Und genau dort wollten wir hin, in diesen Bödmerenwald. Und Schnee hatte es auch noch unerwartet viel! So viel, dass wir gar nicht erst zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz Eigeliswald, fahren konnten. So parkierten wir unser Auto nach einer spannenden Fahrt auf der Pragelpassstrasse etwa 2km unterhalb des Parkplatzes und liefen von dort aus los. Nach gut einer Stunde durch den Schnee stampfen, entschieden wir uns die geplante Wanderung auf den Sommer zu verschieben und für den heutigen Tag einfach die Umgebung zu geniessen. So setzten wir uns hin und konnten in der herrlichen Stille mehrere Murmeli aus nächster Nähe beobachten – was für eine Freude! Wir werden sicher wieder ins Muotathal und den Bödmerenwald zurückkehren, wenn der Schnee geschmolzen ist. Es gibt hier auch mehrere Alpen und Bergbeizen, wo man frischen Bergkäse kaufen kann. Und auch die Aussicht muss grandios sein. Wir kommen auf jeden Fall wieder! Weiterlesen

Etzel-Kulm – der Hausberg Pfäffikons

Flagge SchwyzVoller Vorfreude auf die bevorstehenden Osterferientage machten wir uns heute Morgen auf in Richtung Schwyz. In Pfäffikon machten wir einen Halt, um auf den Hausberg von Pfäffikon, den Etzel, zu steigen. Der Etzel liegt zwischen dem Zürichsee und dem Sihlsee und bietet sich aufgrund der mässigen Höhe super als Frühlingswanderung an. Wir parkierten oberhalb des Dorfes Pfäffikon und mussten zuerst vor allem den Autobahnlärm hinter uns bringen. Mit dieser permanenten Lärmquelle fiel es uns schwer, den wunderschönen Blick über den Zürichsee zu geniessen. Dann tauchten wir jedoch bald in den Wald ein, es wurde ruhiger und auch steiler. Am Etzel befinden sich übrigens mehrere Militärbunker und Befestigungsanlagen des Zweiten Weltkrieges, die besichtigt werden können. Über den Strickliweg, welcher zunehmend steiler wurde und aus etlichen Treppenstufen bestand, führte uns der Weg auf den Etzel. Die letzten 40 Minuten werden sogar als weiss-roter Wanderweg ausgeschildert, wir fanden ihn jedoch gut machbar. Auf dem Etzel wurden wir mit einem wunderbaren Picknick an der Sonne belohnt und einer herrlichen Aussicht auf den Zürichsee, den Seedamm von Rapperswil und die Gipfel des Zürcher Oberlandes auf der einen Seite und Richtung Süden auf den Sihlsee und die Mythen. Nach einem Nickerchen an der Sonne gingen wir über die unzähligen Treppenstufen den gleichen Weg wieder zurück ins Dorf. Und als krönender Abschluss haben wir uns noch ein paar Köstlichkeiten im Hofladen des Lützlhofes gekauft. Was für ein wunderbarer Ferienanfang!

SCHWYZ: Pfäffikon – Luegeten –  Strickliweg – Etzel-Kulm (1097m)

Distanz: 8km

Dauer: 2.40h 

Höhenmeter: 670 Weiterlesen

Da es gestern den ganzen Tag geschneit hat und wir deshalb einen Ruhetag eingelegt haben, waren wir heute nochmal richtig fit für einen letzten Skitag in Davos Jakobshorn. Um 9 Uhr standen wir bereits an der Gondel und eine halbe Stunde später standen wir auf dem Jakobshorn – bei traumhaftem Sonnenschein! Den Morgen verbrachten wir damit, alle Pisten einmal abzufahren und genossen dann etwas Warmes im Chalet Güggel. Für den Mittagslunch fanden wir oben am Sessellift Brämabüel ein wunderschön windstilles Plätzchen in völliger Ruhe und mit herrlicher Aussicht auf die Bergwelt. Am Nachmittag waren die Pisten viel leerer und das nutzten wir nochmal richtig aus, bevor wir in der Jatzhütte noch ein letztes Mal die herrliche Bergwelt genossen und einen Schlummi auf unser Ferienende – und das Ende meines Sabbaticals – nahmen. Die Talabfahrt war dann zwar langweilig, der Rest des Tages dafür umso schöner.

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Madrisa zum Zweiten mit Paps

Nachdem verschiedene Wetterberichte verschiedenste Vorhersagen machten – von mehreren Sonnenstunden über leicht bewölkt zu stark bewölkt bis hin zu stark bewölkt mit Niederschlag – waren wir gespannt, was uns der heutige Skitag präsentieren würde. Um 9 Uhr sassen wir jedenfalls schon in der Gondel, bereit für einen tollen Tag. Die ersten paar Abfahrten waren düster und neblig, im oberen Bereich auch noch sehr windig. Dann begann es auch noch zu schneien. Nach der Kaffeepause im wohligen Madriser Hof hatte es zwar aufgehört zu schneien, dafür sah man kaum mehr als ein paar wenige Meter, während der Orientierungssinn völlig flöten ging. Dennoch hatten wir riesig den Plausch an der Abfahrt bis ins Tal, wo wir dann auch zu Mittag assen. Und am Nachmittag wurden wir dann noch richtig belohnt; es hellte auf und wir sahen die Schönheit der umliegenden Bergwelt. So rasten wir noch ein paar Mal die Abfahrt hinunter, bis uns die Beine brannten und liessen dann den wunderbaren Skitag in der Kanonenbar ausklingen.

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Nachdem wir von unserem Balkon aus einige Tage die Gotschnabahn beobachtet haben, haben wir sie heute zum ersten Mal benutzt und sind damit ins Skigebiet Parsenn gefahren. Bei herrlichem Sonnenschein, aber erneut bitterkalten minus vierzehn Grad haben wir die ersten zwei Stunden das Skigebiet erkundet, bis uns die Nase fast abgefroren ist. Nach einer Aufwärmpause in der herzigen Totalpbar, machten wir noch den Speed Run und ein paar weitere Pisten. Unser Fazit am Ende war nicht so berauschend. Wir fanden die Pisten ziemlich langweilig, oft mussten wir sogar mit den Stöcken anstossen, um weiterzukommen. Selbst der angepriesene Nostalgie-Run hat uns nicht gepackt. Für uns war es wohl das erste und letzte Mal in Parsenn. Nichtsdesto trotz haben wir den Skitag genossen.

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Von Sertig Dörfli auf das Gfroren Horn

Das Gfroren Horn könnte man auch wortwörtlich verstehen – es war nämlich wirklich wieder sehr kalt heute Morgen. Bei herrlichem Sonnenschein und wenig Wind liessen sich die tiefen Temperaturen aber aushalten. Mit etwas Glück erreichten wir ohne Montieren der Ketten Sertig Dörfli, wo unsere heutige Tour begann. Die ersten paar hundert Meter waren angenehmes Einlaufen schräg den Hang hinauf, danach zogen wir rechts hoch Richtung Terrasse Uf de Gfrornen, wobei es stetig steiler wurde. Kurz vor Erreichen der Ebene war es einmal so steil, dass meine Beine schon zu schlottern begannen. Die Höhenangst wird wohl im Alter nicht besser. Kaum erreichten wir die Ebene Uf de Gfrornen, schien uns die Sonne ins Gesicht und eröffnete uns die Sicht auf den Gipfel. Wir stiegen noch eine Weile weiter hoch bis unterhalb des Gipfels, wo wir unsere Felle abzogen. Aufgrund der kalten Temperaturen und des Schattenhangs stiegen wir nicht ganz bis auf das Gforen Horn. Da es schon ein paar Tage lang nicht mehr geschneit hatte, war der Schnee schwerer und dementsprechend anstrengender zu fahren als noch vor drei Tagen. Insbesondere der Steilhang erforderte nochmal recht Kraft in den Beinen. Nachdem wir beide den Schnee geküsst hatten, erreichten wir kurz darauf heil und zufrieden wieder das herzige Dörfli Sertig.

GRAUBÜNDEN: Sertig Dörfli – Terrasse Uf de Gfrornen – (Gfroren Horn)

Distanz: 3 km

Dauer:  1.40 h

Höhenmeter: 700

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