Skitag Madrisa

Eigentlich wollten wir heute nochmal eine Skitour machen. Bei bitterkalten minus 13 Grad und mit etwas Müdigkeit im Gesicht haben wir uns dann kurzentschlossen umentschieden und fuhren ins Skigebiet Madrisa. Und das war eine super Entscheidung! Wie wir gehört haben, war das Skigebiet Parsenn auf der gegenüberliegenden Seite proppenvoll, so dass man über 20 Minuten anstehen musste. In Madrisa hatten wir nicht nur traumhaftes Wetter, sondern auch recht leere Pisten. Es gibt zwar eigentlich nur zwei Sessellifte und ein paar wenige Schlepplifte, aber die Pisten sind doch recht abwechslungsreich. Und für unseren Lunch haben wir ein herrlich ruhiges Plätzchen – natürlich in der Sonne – gefunden. Was mir am besten gefallen hat, ist, dass man so richtig in der Bergwelt versinken kann, vor allem, wenn man auf der hinteren Seite fährt. Und auch diese ist wunderbar sonnig. Zudem findet man dort noch einen richtig altehrwürdigen Zweiersessel, fast schon romantisch 😉

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Voller Vorfreude auf eine Woche Skiferien machten wir uns heute morgen auf ins Prättigau, wo wir für eine Skitour einen Zwischenstopp einlegten. Obwohl sich Philipp akribisch auf die Tour vorbereitet hatte, wurde online nirgends darüber informiert, dass man nur per Skibus in die Fideriser Heuberge kam – wo unsere Tour startete. So bezahlten wir den stolzen Preis für den Skibus und stellten uns brav in die Schlange. Die zwanzig Minuten Fahrt hoch ins Skigebiet haben sich jedoch gelohnt. Während es in Fideris noch grün war, erwartete uns oben eine traumhafte Winterlandschaft. Vom Restaurant Arflina ging die Tour los über Astserhöreli auf die Peister Gastialp, während die Aussicht mit jedem Höhenmeter noch besser wurde. Auf dem Mattjisch Horn guckten wir auf das Nebelmeer hinunter und sogen die Bergwelt in uns auf, während uns der Wind um die Ohren zog. Die Abfahrt folgte der Aufstiegsroute durch herrlichen Pulverschnee. Für diese Tour hat sich der Dauernagel auf jeden Fall gelohnt!

GRAUBÜNDEN: Restaurant Afrlina (Fideriser Heuberge) – Astserhöreli – Peister Gastialp – Mattjisch Horn

Distanz: 2.6 km

Dauer:  1.20 h

Höhenmeter: 520

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Boomer Beach

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Der Boomer Beach boomt so richtig! Steht man am Freedom Lookout in Port Elliot und schaut in den Ozean hinaus, liegt auf der linken Seite die herzige Horseshoe Bay und auf der rechten Seite erstreckt sich zuerst der Boomer Beach und geht dann über in den Dump Beach. Kilometerweise purer, wunderschöner Sandstrand und richtig hohe Wellen! Bei high Tide sind die Wellen eher flach und langsam, bei low Tide sind sie schneller und werden hohl. Genau diese Wellen haben wir heute gesehen und auch gespürt. Die Kraft des Wassers ist wirklich eindrücklich und gleichzeitig ein bisschen einschüchternd. Nachdem wir an diesem unglaublich heissen Morgen noch kurz trainiert und dann das Yogavideo gemacht haben, haben wir den Nachmittag am Strand verbracht. Also eigentlich nur zwei Stunden und diese mehrheitlich im Wasser, was bei 40° und einem heiss blasenden Wind nicht verwunderlich ist. Für diese Temperaturen müsste man wirklich ausgerüstet sein wie die Australier für den Strand; mit Schattenzelt und Kühlbox, gefüllt mit Bier und Eis. Dafür war es während unserer Zeit aber leider oft zu wenig heiss. Wir haben die Zeit am Strand auf jeden Fall nochmal sehr genossen und die unglaublichen Küstenbilder in uns verinnerlicht. Besser könnte der Abschluss unserer langen Reise nicht sein.

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Der Coroong National Park liegt in South Australia und beginnt gleich neben Goolwa. Die westliche Grenze des Parks liegt an der Mündung des Murray River. Er wurde 1966 zum Schutz von Vögeln, Fischen und anderen Tieren gegründet. Die Landschaft wird von Dünen, Lagunen und Küsten und geformt. Gerade für Zugvögel sind solche Feuchtgebiete wichtige Stationen auf ihren langen Reisen. Das Besondere des Parks ist die 147km lange, sehr schmale und parallel zur Küste verlaufende Halbinsel Younghusband und die Mündung, wo sich das Süsswasser des Flusses mit dem Salzwasser des Ozeans vermischt. Diese Vermischung ermöglicht die vielfältige Fauna und Flora.

Im Coroong National Park waren wir zwei Mal. Das erste Mal am Weihnachtsmorgen, als wir eine Bootstour dem River Murray entlang bis zum River Mouth gemacht haben, wo der Fluss in den Ozean mündet.  Eindrücklich war vor allem die Schleuse, durch die wir gefahren sind und die unendlich vielen Zugvögel, die teilweise Strecken von bis zu 13’000km nonstop zurücklegen. In diesen Feuchtgebieten fühlen sich Zugvögel besonders wohl, weil sie viel Nahrung liefern. Auch von schwarzen Schwänen wimmelte es. Da der River Murray im Moment überdurchschnittlich viel Wasser führt aufgrund der Überschwemmungen in ganz South Australia im vergangenen Oktober, konnten wir leider praktisch keine Sandbänke sehen. So glich die Landschaft eher einem normalen Fluss und hatte kein karibisches Flair.

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Den Freeman Lookout an der Horseshoe Bay haben wir zwei Mal besucht, weil er einerseits nahe und andererseits sehr schön ist. Der Lookout bietet viel Platz und eine herrliche Aussicht auf den Pazifik, die Horseshoe Bay und den dazugehörigen Port Elliot Beach. Vorgestern sind wir nach der Bootstour zum Lunch hierhin gefahren, bevor wir zu weihnachtlicher Musik noch durch die kleinen Shops vom Dörfchen Port Elliot schlenderten und die letzten Mitbringsel wie Glasuntersetzer und Gewürze kauften. Und heute Morgen sind wir nochmal richtig früh aufgestanden, um den Sonnenuntergang vom Freeman Lookout bestaunen zu können. Ein weiterer wunderschöner Ort in Australien, der immer in unserer Erinnerung bleiben wird.

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Nachdem wir den Weihnachtsabend gemütlich zu Hause mit einem schönen Feuer und einem feinen

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Filet verbracht haben, machten wir uns heute Morgen auf den Weg Richtung Headland Conservation Park. Am Rande des Parks liegt der traumhafte Parsons Beach, wo wir unser Auto parkierten und unser Trail begann. Unser Weg bildet Teil des berühmten Heysen Trails und verläuft etwa 5km der Küste entlang, vorbei an den drei eindrücklich leeren Stränden Parsons Beach, Sheepies Beach und Coolawang Beach. Beim Coolawang Beach angekommen, genossen wir für einen Moment einfach die Aussicht, bevor wir uns auf den Rückweg zum ersten, längsten und schönsten Strand machten, dem Parsons Beach. Dort picknickten wir und bestaunten die Weite des Ozeans und die Leere des Strandes und lauschten den unglaublich lauten Wellen. Was für ein Glück, an Weihnachten einen solchen Traumtag am Strand verbringen zu dürfen.

 

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Zwangs-Alternative Goolwa

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Eigentlich wäre ja Kangaroo Island geplant gewesen zum Abschluss. Nochmal ein paar Tage pure Natur und Erholung. Eigentlich. Bis Philipp herausgefunden hat, dass unsere Wohnung in Kangaroo Island für Dezember 2023 gebucht war. Das habe ich wohl völlig vergeigt. Für langes Jammern hatten wir keine Zeit, es musste so schnell wie möglich eine Unterkunft her – eine gemütliche, saubere, schöne Wohnung an guter Lage besser gesagt – und das über die Weihnachtstage! Einmal mehr hatten wir Glück und fanden eine ganz gute Alternative. Nicht auf Kangaroo Island, dafür waren wir viel zu spät, aber in Goolwa, einer Kleinstadt mit 6000 Einwohner/innen an der Küste Südaustralien. Besonders macht den Ort, dass er direkt an der Mündung des Murray Rivers zum Pazifik liegt und die dadurch entstehenden Sandbänke wunderschöne Bilder liefern. Die Wohnung ist sehr sauber und gross, wir fühlen uns wohl.

Nach diesen hektischen Tagen wollten wir es deshalb am ersten Tag hier in Goolwa etwas ruhiger angehen und dennoch die Umgebung etwas erkunden. Wir entschieden uns für einen 6km langen Victor Harbour Heritage Walk, der zwischen Feldern und Ozean am wunderschönen Petrel Beach vorbei zum Rosetta Head führte, wo man auf der einen Seite eine herrliche Aussicht auf Encounter Bay, Victor Harbour und Granite Island und auf der anderen Seite den Seal Rock erblicken kann. Mitten auf dem Rosetta Head, mit Mütze gut geschützt gegen den Dauerwind, packten wir unser Picknick aus und saugten die Weitsicht auf den Ozean auf. Auf dem Rückweg gab der Wind noch mal alles. Permanent gegen den Wind kämpfend fühlt sich ein kurzer Walk genauso an, wie wenn man den ganzen Tag unterwegs gewesen wäre. Wir jedenfalls waren dankbar für die herrliche Aussicht und freuten uns dennoch schon wieder auf ein windstilles Örtchen 😉

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Auf die Rooftop Bar in Adelaide

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Unser Aufenthalt in Adelaide war kurz, aber schön. Am Dienstagabend kamen wir nach 5.5 Stunden Fahrt durch endlos weite Felder relativ spät im Stadtzentrum der 1-Millionenstadt Adelaide an. Unsere Wohnung lag am Hindmarsh Square, praktisch neben der belebten Einkaufsstrasse Rundle Street. Kaum hatten wir ausgepackt, machten wir uns auf eine erste Erkundungstour und diese führte uns zur Sol Rooftop Bar mitten im Zentrum, gleich neben der Riverbank. Die Aussicht von dort oben auf den Murray River und das Cricket Stadion, welches anscheinend zu den schönsten der Welt gehört, war fantastisch! Und die Musik und die gut gelaunten Leute haben auch zur perfekten Feierabendstimmung gepasst.

Den Mittwoch nutzten wir, wie so oft in grossen Städten, für einen ausgedehnten Stadtrundgang. Vom Hindmarsh Square ging es durch einen Teil des riesigen Botanic Gardens über die Footbridge nach North Adelaide, wo wir unsere Picknick-Pause machten. Von North Adelaide liefen wir über die Riverbank Bridge zum heutigen Highlight, dem Central Market mit unzähligen Marktständen voller Gemüse, Früchte, lokalen Delikatessen, Blumen, Brot- und Backwaren. Vom Central Market, wo wir morgen unseren Weihnachts-Grosseinkauf machen wollen, liefen wir durch die autofreie Rundle Street, bevor wir nach 12km in unsere Wohnung zurückkehrten und einen Apéro auf unserem sonnigen Balkon genossen. Besonders gefallen in Adelaide haben uns die schönen Backsteingebäude und Kirchen, die herrlich weitläufigen Parks rund um das CBD, die Gegend rund um die Riverbanks, die Rundle Street mit ihren coolen Shops und auch der Central Market. Adelaide hat einen völlig anderen Charakter als Sydney. Was aber alle Orte hier gemeinsam haben, sind die traumhaften Parks an jeder Ecke. Man findet an jeder Ecke eine Sitzbank oder einen Picknick-Tisch mit viel grün rundherum. Und immer auch irgendwo Wasser in der Nähe. Das haben wir mit unseren unzähligen Picknicks hier in Australien definitiv ausgenutzt 😉

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Halls Gap oder der Känguru-Himmel

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Halls Gap wird uns vor allem wegen der faszinierenden, wunderschönen und teilweise auch erschreckenden Tierwelt in Erinnerung bleiben. Unsere Ferienwohnung lag am Ortsrand und von unserer Terrasse aus konnten wir direkt in das Grüne des Nationalparks sehen. Kängurus, wunderschöne, papageienartige Vögel und Emus konnten wir von unserer Terrasse aus nächster Nähe beobachten. Und auf unseren Wanderungen sind uns auch noch mehrere Schlangen und ein süsser Echidna begegnet. Die Tierwelt in ihrer freien Natur zu erleben ist wirklich eindrücklich! Halls Gap Village ist mit seinen 300 Einwohnern das Zentrum der Grampians. Nach der Great Ocean Road ist Halls Gap anscheinend der Ort mit der zweithöchsten Zahl von Tagesbesucher/innen in ganz Victoria. Es gibt ein paar Restaurants, Cafés und Bars und der Ort ist ganz hübsch aufgemacht für australische Verhältnisse. Besonders gefallen haben uns the Brewery und the Flame Brothers, beide modern, offen und hell. Im zweiten haben wir zusammen Hamburger gegessen. Die Atmosphäre war super, auch dort hüpfte noch ein Känguru am Restaurant vorbei, aber die Burger waren nicht besonders fein. Südlich des Ortseingangs gibt es noch das Brambuk National Park & Cultural Centre, welches einen Eindruck von der Kultur und der Geschichte der Aborigines der Region bietet. Wir haben unsere Zeit hier vor allem mit wandern, dem Beobachten unserer Tier-Gangs und Sonne auftanken verbracht. Nicht nur rund um unsere Wohnung, auch das Cricket-Feld mitten im Zentrum ist ein Lieblingsplatz der Kängurus. Die Tierwelt im Grampians war wirklich eindrücklich! Abgesehen von den Schlangen-Schreckminuten waren es vier wunderschöne Tage hier.

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Chatauqua Peak

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Heute wollten wir das Glück nicht mehr allzu sehr herausfordern und entschieden uns darum für einen kürzeren 7km Track. Wieder ausgestattet mit dem Schlangenstecken ging direkt vor der Haustür los Richtung Cricket-Feld im Zentrum. Dort bogen wir rechts ab und liefen stetig sanft einem feinen Kiesweg entlang hoch auf die Krete. Die letzten 300 Meter waren besonders spannend; wir mussten etwas auf und über die Felsen klettern bis zum Chatauqua Peak, wo uns eine umwerfende Aussicht über Halls Gap, den Lake Bellfield und den Lake Fayne erwartete. Dort setzen wir uns eine ganze Weile hin, liessen die Aussicht auf uns wirken und genossen die Ruhe. Nach ein paar Tagen hier fühlten wir uns fast schon ein bisschen zu Hause. Wir konnten das Cricket-Feld erspähen, an dem wir schon mehrmals vorbeigelaufen waren, den Lake Bellfield Damm, den Golfplatz, sogar unsere Ferienwohnung. Die Grampians und Halls Gap werden uns in sehr schöner Erinnerung bleiben, sonnig und tierreich 😉 Auf dem Rückweg nahmen wir den gleichen Weg. Nach einem ausgedehnten Mittagessen mit WM-Final auf unserer wunderschönen Terrasse, genossen wir den späteren Nachmittag auf dem Cricket-Feld und hofften, noch einmal Kängurus zu sehen. 

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