
Das Beste zuerst: Ich habe heute keine Schlangen gesehen. Gestern auch nicht. Da waren wir im Halls Gap Village, anti-Schlangen-Gebiet. Heute konnte ich mich wieder überwinden, zumindest teilweise, und wir haben den Pinnacle Walk in Angriff genommen. Mir zuliebe blieben wir so lange wie möglich auf der Teerstrasse – ich weiss, ich weiss – und sind dann die letzten paar Kilometer vom Parkplatz Wonderland durch den Busch und über erneut viele Steinplatten stetig hoch zum Pinnacle Lookout gelaufen. Da dieser sehr beliebt und bekannt ist, hatte es auch dementsprechend viele Leute. Heute war mir das gerade Recht, alles Schlangen-Vertreiber/innen 😊 Und auch verständlich, denn die Aussicht ist wirklich toll. Zu Füssen liegt einem Halls Gap und dahinter die Weite des Nationalparks. Auch die Felsformationen sind eindrücklich. Die Steinplatten oben sind so weitläufig, dass wir auch hier ein ruhiges Plätzchen für unser Picknick gefunden haben. Ich war schon entspannter, zugegeben. Der minutenweise Schlangen-Check musste sein. Die Aussicht konnte ich dennoch etwas geniessen. Auf dem gleichen Weg gings dann zurück, wo wir sogar noch einen mega herzigen Echidna gesehen haben. Nach 13 Kilometern und gut 500 Höhenmetern lagerten wir mit Freuden unsere Beine im Garten hoch und genossen unseren wohlverdienten Apéro. Weiterlesen

Was war das für ein Tag heute! Nach einer wunderbaren Nacht in Koroit haben wir uns heute mega auf die Wanderung und das wärmere Wetter im 100km nördlich gelegenen Grampians National Park gefreut. Auf dem Weg von der Südküste ins Landesinnere nach Halls Gap, dem Zentrum des Nationalparks, lag auch das kleine Kaff Dunkeld und daneben der Mount Abrupt. Dieser 6km lange Weg bot sich perfekt für einen Hike an und den haben wir natürlich gemacht. Der Weg führte vom Parkplatz direkt in den Busch und schlängelte sich von da durch felsiges Waldland und etliche Steintreppen knapp 500 Höhenmeter hoch auf den Gipfel. Bereits auf dem Weg ist die Aussicht auf die Ebene herrlich und auf dem Gipfel bot sich uns eine phenomenale Rundumsicht über den Nationalpark; sie Serra Range im Norden und Dunkeld im Süden. Die Grampians bilden den westlichsten Teil der australischen Great Dividing Range und bestehen aus vier Höhenzügen, die überwiegend von Norden nach Süden verlaufen: Der Mount William Range, der Serra Range, der Victoria Range und der Mount Difficult Range. Die höchste Erhebung ist der Mount William mit einer Höhe von 1167 m. Die Höhenzüge fallen Richtung Osten abrupt ab, mit vielen Steilwänden und Überhängen, während nach Westen hin sanftere Abhänge vorherrschen. Das macht die Wanderungen hier so spannend und aussichtsreich. Spannend ist auch die Tierwelt im Grampians. Weiterlesen

Nach einer eher kühlen Nacht ging es heute mit dem Auto los auf die Great Ocean Road. Nachdem wir Torquay und den Rocky Point Lookout gestern bereits besichtigt hatten, fuhren wir auf direktem Weg an Lorna vorbei zum Mariner’s Lookout. Anstatt bis auf den Parkplatz zu fahren, parkierten wir unten an der Strasse, um noch gut 20 Minuten ziemlich steil der Teerstrasse entlang hochlaufen zu können. Die letzten fünf Minuten ging es dann über einen Track zum Mariner’s Lookout, wo wir eine traumhafte Aussicht auf die Küste Apollo Bay werfen konnten. Wäre es nicht so windig gewesen, hätten wir da sicher noch etwas länger auf dem Gras gesessen und die umwerfenden Küsten bestaunt. Und dann hätten wir vielleicht auch die fette Schlange verpasst, die uns auf dem Rückweg am Strassenrand begegnet ist. Während es mir alle Haare aufstellte, fand es Philipp interessant. Die Neugier brachte ihn sogar dazu, noch näher heranzugehen. Nächster Stopp war dann der Bimbi Park am Cape Otway, den wir nach gefühlten 1000 Kurven erreichten. Wir hatten Glück und konnten 2 Koalas sehen, leider aber waren sie sehr hoch im Baum versteckt. So fuhren wir noch zum südlichsten Punkt des Capes, dem Lighthouse Cape Otway. Für 19 AUS durften wir den Leuchtturm besichtigen und erhielten noch einige Informationen dazu. Weiterlesen

Leider hat es auch an unserem letzten Morgen in Bright geregnet und es war unfreundlich kalt. Das machte es uns ein bisschen einfacher, unser gemütliches Cottage mit Fensterbänkli zu verlassen. Auch Kängurus haben wir keine mehr gesehen. Bereits vor 9 Uhr machten wir uns auf den knapp 5-stündigen Weg an die Südküste nach Torquay. Diese bekannte Surfer-Kleinstadt zieht Touristen und Einheimische mehreren Gründen an. Einerseits stellt sie den Beginn der Great Ocean Road dar, andererseits bietet sie tolle Strände für Surfer/innen. Und auch diese Stadt hat wunderbare Walking Tracks direkt der Küste entlang und einer davon führt zum Rocky Point Lookout, einer hölzernen Aussichtsplattform, von wo man die weitläufigen Küsten und den wilden Ozean bestaunen kann. Das haben wir, auch wenn es uns dabei fast weggeblasen hat. Der Wind hat wirklich alles gegeben heute! Übernachtet haben wir in einer Wohnung in Belmont, wo wir von unserem Host erfahren haben, dass das heutige Wetter keinesfalls normal sei für den Dezember. Sie hätten einen schlechten, regnerischen Sommer prognostiziert und bisher stimme das leider auch. Wäre auch wirklich anstrengend, wäre es täglich so windig wie heute…

Am heutigen Dienstag meinte es das Wetter etwas besser mit uns, immerhin sollte es bis am Mittag regenfrei bleiben. Deshalb wollten wir unbedingt einen der ältesten Nationalparks in den Australischen Alpen besuchen, den Mount Buffalo National Park. Er wurde 1898 rund um die bekannten Eurobin Falls gegründet und stets erweitert bis auf die heutigen 310 Quadratkilometer. Zudem war Mount Buffalo das erste Skigebiet Australiens! Und in der Wandersaison bietet der Nationalpark 90km beschilderte Walking Tracks. Auch die einheimische Tierwelt ist vielfältig. Es gibt Wombats, Dingos, Possums, Kängurus, Wallabies und unzählige Vogelarten. Auch die Strassenschilder weisen im Abstand von mehreren Kilometern mit dem Kommentar „share the road“ oder Tierzeichen wie dem Känguru oder dem Wombat auf die aktive Tierwelt hin. Die Strassen durch den Park sind teilweise sehr kurvenreich, aber geteert und führen zu allen markierten Walking Tracks und den verschiedenen Picknick Parks. Der Mount Buffalo National Park ist bekannt für herrliche Weitsichten über die Viktorianischen Alpen und schöne Wasserfälle. Leider wurde auch dieser Nationalpark im 2006 und 2007 von Buschbränden heimgesucht. Auch hier sind die Spuren noch sichtbar und machen betroffen. Als Mount Buffalo wird die Hochfläche im westlichen Teil der Viktorianischen Alpen genannt. Der höchste Punkt davon bildet The Horn mit 1723 Metern. Diesen höchsten Punkt mit spektakulärer Aussicht wollten wir natürlich erreichen.

Am frühen Sonntagmorgen verabschiedeten wir uns vom wunderschönen Jyndabyne Lake und machten uns auf den fünfstündigen Weg nach Bright. Bright ist eine herzige, für Ferien attraktive Kleinstadt, die neben Porepunkah und Harrietville auf der wunderschönen Great Alpine Road liegt. Aufgrund der Nähe zu den Nationalparks Mount Buffalo und Alpine National Park, sowie den Skigebieten Mount Buffalo, Mount Hotham und Falls Creek, zieht es viele Einheimische und Touristen an. Unser Ziel war es, vor dem angekündigten Gewitter noch die nahegelegenen Eurobin Falls zu besichtigen, was wir gerade noch geschafft haben. Um den wirklich sehr schönen und mit seinen flachen Steinplatten einzigartigen Wasserfall zu sehen, mussten wir nur ein paar wenige hundert Meter hochlaufen. Tiptop, um die Beine zu vertreten nach der langen Fahrt, aber so ultrakurze Strecken hinterlassen nicht die gleichen Spuren wie richtige Wanderungen. Aber mehr lag an diesem regnerischen Tag einfach nicht drin. Bis wir im Woolie’s in Bright ankamen, regnete es in Strömen.

Thredbo Village ist das Touristenzentrum hier – und ein Mountain-Bike-Mekka! Es gibt zwei Schlepplifte und eine Gondelbahn, welche die Mountainbiker/innen hochfahren, damit sie sich dann in rasendem Tempo die verschiedensten Tracks hinunterstürzen können. Von der Talstation aus machten wir uns auf den Weg zur Bergstation Thredbo. Dort beginnt die Wanderung auf den höchsten Berg Australiens, den Mount Kosciuszko. Die meisten fahren mit dem Sessellift hoch und laufen dann 7km zum Gipfel. Was uns nicht so fasziniert hat; der Gipfel ist kein richtiger Gipfel und von der Bergstation muss man fast nicht mehr hochlaufen. Deshalb haben wir uns entschieden vom Dorf etwa 7km und gut 700 Höhenmeter zum Mount Kosciuszko Lookout zu laufen. Von dort konnten wir den Gipfel sehen. Wüsste man es nicht, würde man diesen Hügel jedoch nie für den höchsten Bergen des Kontinenten halten 😉 Zudem verlief der Weg bis zur Bergstation auf dem Merrits Nature Trek, der sich auch wie ein Wanderweg anfühlte. Danach verlief der Weg über Pflastersteine und Stahlgitter – und das nicht nur bis zum Lookout, sondern bis zum Mount Kosciuszko! Oben angekommen sahen wir uns den eher unscheinbaren Mount Kosciuzsko aus der Ferne an und suchten wir uns dann wie immer ein Picknickplätzchen mit toller Aussicht. Und heute konnten wir sogar noch ein Mittagsschläfchen in der Sonne machen.
Gestern waren wir zum ersten Mal im Kosciuszko Nationalpark. Der Eintritt kostet 17 AUS pro Auto und Tag. Eigentlich war der Blue Lake Lookout unser Ziel, also folgten wir dem Wegweiser steil hinunter zu einem Fluss. Diesen konnten wir dann leider nicht überqueren, weil es zu viel Wasser hatte. Philipp wäre barfuss durchs Wasser gegangen, aber aufgrund der tiefen Temperaturen und des eiskalten Gletscherwassers war das für mich keine Alternative. So liefen wir alles wieder hoch und entschieden uns für den Mount Stilwell. Und das war eine gute Entscheidung! Stetig ein bisschen hochlaufen mit der Sonne im Gesicht, die karge, beruhigend wirkende Landschaft mit ihren Mannagummibäumen, Fichten, Eukalypten und Mossen, die Ruhe – was möchte man mehr? Für das Picknick mit Rundumsicht hat es gerade noch gereicht, bevor es dann bewölkter und schnell kühler wurde. So waren wir im Schnellschritt wieder unten und freuten uns auf den Apéro im Jyndabyne Village. Kaum angekommen, zogen wir die Jacken wieder aus und liessen uns auf einer Parkbank nochmal richtig von der Sonne wärmen, bevor wir den Abend in unserer gemütlichen Wohnung ausklingen liessen.

Cooma mit seinen 8500 Einwohnern gilt als Eingangspforte zum Kosciuszko National Park. Noch näher liegen die drei Ferien- und Skidestinationen Thredbo, Perisher und Jyndabyne. Thredbo bildet den touristischen Schwerpunkt; auf 300 Einwohner/innen kommen 4100 Betten! Kein Wunder, denn Thredbo wurde in den 70er-Jahren als Feriendestination konzipiert und errichtet. Jyndabyne, wo wir unsere hübsche Wohnung hatten, liegt direkt am See. Und diese Seesicht, die absolute Ruhe hier, haben wir sehr genossen nach den lauten Tagen in Sydney.
Der ganze Nationalpark gehört zum Gebiet der Snowy Mountains, dem höchsten und schneesichersten Gebirge Australiens. Der höchste Berg ist übrigens der Mount Kosciuszko mit 2228 Metern.
Die Landschaft über 2000 Metern ist hier faszinierend anders. Anstelle von hohen Berggipfeln gibt es hier weitgezogene Hochebenen, teilweise baumfrei, und auch die Vegetation ist hochalpin und besteht aus Moosen und Flechten. Dazu in den nächsten Beiträgen dann mehr.

Als wir vor ein paar Tagen nach etwa 550km von Wirrimbi in Bondi Beach ankamen und sahen, wie nahe unsere Wohnung am Beach gelegen war, mussten wir natürlich sofort den weltberühmten Bondi Beach erkunden. Ein paar wenige Minuten die Strasse runter und zack, standen wir am rechten Ufer der Bondi Beach Promenade. Und was wir sahen, war eher ernüchternd. Der Strand ist, vor allem im Vergleich zu anderen Stränden in Australien, eher klein. Das berühmte Schwimmbad liegt rechts in einem Schattenloch, gleich hinter dem Strand reihen die übervollen Autoparkplätze und von herzigen Strandcafés oder Strandbars keine Spur. Am rechten und linken Ufer gibt es zwei schöne, eher schickere Bars, ansonsten gibt es aber nicht viel. Wir haben schon so viele Bilder gesehen vom Bondi Beach, so viel gelesen und gehört – das, was wir vor uns sahen, hatte so gar nichts mit unserer Vorstellung zu tun. Es war eher ernüchternd. Der Strand, das ganze Quartier ist sehr belebt, aber alles eher etwas vernachlässigt und schmuddelig. Nicht vergleichbar mit dem schmucken, sehr hübschen Noosa Heads oder den romantischen Ferienorten in Italien oder Spanien. Dennoch hat dieser Ort Bondi natürlich seinen speziellen Vibe. Immer wieder sieht man Surfer/innen und Schwimmer/innen barfuss vorbeigehen, das Outfit Nummer eins der Frauen sind Leggins mit einem Top und die Leute hier scheinen Hunde zu mögen. Am Morgen ist im Gegensatz zu Maroochydore alles noch etwas verschlafen, aber ab Mittag ist es sehr belebt. Wir haben die Stimmung hier und vor allem die Stadt Sydney als Ganzes aufgesaugt und genossen und sind wieder um ein paar Erfahrungen und Erkenntnisse reicher geworden.
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Üsi Schwiiz und d'Welt 

