
Heute Morgen fuhren wir als Erstes mit dem Auto zum fünf Minuten entfernt gelegenen Aussichtspunkt Tabatière, um erneut die herrliche Aussicht auf den Fluss Saguenay und die warmen Sonnenstrahlen zu geniessen. Dann kehrten wir zurück, um uns vor der vierstündigen Bootsfahrt am Nachmittag noch etwas zu bewegen. Wir schwitzten eine halbe Stunde beim Training auf unserer tollen Holzveranda und legten uns noch eine Weile in den Kuschelsessel. Eine Stunde später war dann das angekündigte Gewitter da. Mit Regenjacke und Zusatzkleidern bepackt machten wir uns auf Richtung L‘ Anse-Saint-Jean, wo unsere Walbeobachtungstour startete. Mit einem Zodiac fuhren wir eine Stunde dem Fluss entlang bis zur Mündung in den Sankt-Lorenz-Strom, wo das Boot langsam zum Stillstand kam. Und dann galt es abzuwarten und die Augen offen zu halten. Und dann waren da plötzlich tatsächlich Wale, was für ein Glück! Diese riesigen Tiere in freier Natur zu sehen war sehr beeindruckend.
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Nach einer sehr warmen Nacht entschieden wir uns am Dienstagmorgen für eine leichte Wanderung in der Nähe. Wir wollten zuerst einmal unsere Nachbarschaft etwas auskundschaften. Gestern noch war für den ganzen Tag Regen vorausgesagt – und heute alles anders; es war sehr heiss und sehr schwül. Vom hübschen L‘ Anse-Saint-Jean machten wir uns – natürlich durch den Wald – auf Richtung Lac Fret. Auf dem Weg gibt es zwei wunderschöne Aussichtspunkte auf den Lac Saguenay. Wir liefen nach einer kurzen Pause noch weiter bis zum See, wo wir in herrlicher Ruhe unseren Lunch genossen. Auf dem Rückweg setzen wir uns nochmal auf die Steine mit der tollen Aussicht, bevor wir uns im Dorf in der Brauerei Chasse Pinte noch einen Drink gönnten.
QUEBEC: L‘ Anse-Saint-Jean – Lac Fret
Distanz: 7.6km
Dauer: 2.20h
Höhenmeter: 330
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Am Montagmorgen machten wir uns zeitig auf in Richtung La Malbaie, einer kleinen Stadt an der Küste des Sankt Lorenz Stroms. Etwas ausserhalb der Stadt, am Fusse des Skilifts, war der Start unserer Wanderung. Bevor wir loslaufen konnten, wurden wir jedoch zurückgepfiffen, um die Wandergebühr zu bezahlen. Davon wussten wir natürlich nichts, aber wie wir später herausfanden, muss man in Kanada für viele Wanderrouten einzeln bezahlen, sofern sie nicht in einem Nationalpark liegen, wo man Nationalparkgebühren bezahlt. Nach ungefähr eineinhalb Stunden Spaziergang stetig leicht ansteigend durch den Nadelwald erreichten wir den Höhepunkt und auch den einzigen Punkt mit Aussicht: den Mont Grand-Fonds. Von hier aus konnten wir den ganzen Lac Gravel überblicken und rundherum wieder unglaublich grosse Flächen von Wald. Und in der Ferne konnte man sogar noch den Sankt Lorenz Strom wahrnehmen. Nachdem wir ein paar Worte mit einem einheimischen älteren Herr gewechselt hatten und dieser den Aussichtspunkt wieder verliess, waren wir ganz alleine, genossen die Stille und beobachteten mit dem Feldstecher die unzähligen aus dem Wasser springenden Fische im See. Nach einer Weile kehrten wir durch den Wald zurück zum Parkplatz und fuhren gespannt zu unserem neuen Zuhause in L‘ Anse-Saint-Jean, einer kleinen Holzhütte mitten im Wald. Wie romantisch und idyllisch dieses neue Zuhause ist, zeigen die Fotos. Einfach ein Traum!
QUEBEC: La Malbaie – Mont Grand-Fonds
Distanz: 11km
Dauer: 2.45h
Höhenmeter: 450
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Nach zwei sehr turbulenten Tagen und der sehr kühlen Klimaanlage im Flugzeug habe ich mich heute mit Halsweh und Gliederschmerzen krank gefühlt. Deshalb haben wir es gemütlich genommen. Nach einem langen Frühstück auf unserem herzigen Balkon mit Weitsicht spazierten wir bei herrlichem Sonnenschein durch den nahegelegenen Viktoria Park, wo wir wie gestern schon mehrere Eichhörnchen sichten konnten. Welch Freude! Allgemein war der Park nicht nur sehr gross, sondern auch sehr schön, mit verschiedensten Sportmöglichkeiten und Spazierwegen dem Wasser entlang. Nach etwa 40 Minuten erreichten wir den Grand Marché, den täglich stattfindenden indoor Markt. Auch dieser war eindrücklich; sehr liebevoll und modern gestaltet mit ausreichend Platz. Wir schlenderten eine Stunde durch die Stände, deckten uns mit Saucen und Gewürzen ein und kehrten dann in den Viktoria Park zurück, wo wir unsere Sandwiches genossen. Den Nachmittag verbrachten wir dann mit dem Wimbledon Final in unserer gemütlichen Stadtwohnung. Hoffen wir, dass die Energie morgen wieder zurück ist. Denn dann geht’s weiter nach L‘ Anse-Saint-Jean im Saguenay National Park.
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Auch am Samstagmorgen waren wir Jetlag-bedingt wieder sehr früh wach. Vor 8 Uhr morgens machten wir uns daher auf den Weg, welcher uns zuerst vom Boulevard Langelier zum Artillerie-Park führte und von dort direkt zur Rue Champlain, der bekannten und normalerweise sehr lebhaften Einkaufsstrasse. Vor 10 Uhr jedoch war es noch fast menschenleer.
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Am frühen Donnerstagmorgen ging unsere lang ersehnte Reise endlich los. Von Zürich flogen wir über Brüssel und Montréal nach Québec. Nachdem wir uns schon gefreut haben, die Flüge gut überstanden zu haben, kam dann der grosse Dämpfer: keines unserer Gepäckstücke kam in Québec an. Wir hatten also praktisch nichts, ausser den Sachen, die wir gerade trugen. Uns wurde versprochen, das Gepäck bis spätestens abends direkt in unsere Wohnung zu liefern – was natürlich nicht geschah. So erkundeten wir am Donnerstagabend in unserem schmuddeligen Reise-Trainer-Outfit noch unser Quartier Laurier, bevor wir nach 24 Stunden auf den Beiden todmüde ins Bett fielen.
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Auch heute hatten wir nochmal die Hoffnung auf ein bisschen Sonne und damit vor allem Wärme – dieser Wunsch ging aber leider nicht in Erfüllung. Wir starteten unsere Wanderung etwas oberhalb Olivone, in Larescia. Zuerst folgten wir der schmalen Teerstrasse für gut zwanzig Minuten, danach ging es oberhalb von Tecc Büsc in den Wald und wir liefen auf einem steinigen Wanderweg stetig hoch, teilweise mit wunderbarer Aussicht auf den eindrücklichen Sosto im Rücken und die restlichen schneebedeckten Tessiner Gipfel vor uns. Immer wieder sahen wir auch hübsche Rusticos auf dem Weg, teilweise sehr gepflegt, teilweise etwas verfallen. Die letzten paar hundert Meter folgten wir dann nochmal einer schmalen Teerstrasse bis hoch zur Gapanna Gorda. Unser Picknick fiel den kalten Temperaturen wegen kurz aus, dafür genossen wir nachher noch einen feinen Kaffee in der warmen Hütte Gorda. Auf dem Rückweg wurden wir dann noch kurz verregnet, es hörte jedoch glücklicherweise schnell wieder auf.
TESSIN: Larescia – Tecc Büsc – Piancassinela – Capanna Gorda
Distanz: 10km
Dauer: 2.30h
Höhenmeter: 650 Weiterlesen
Letztes Jahr um diese Zeit genossen wir das warme Frühlingswetter in kurzen Hosen und T-Shirt. Dieses Jahr war alles etwas anders. Nachdem wir mehrere Tage hin- und her überlegten, ob wir überhaupt ins Tessin fahren sollten, sind wir gestern bei strömendem Regen doch noch hier im Bleniotal angekommen. Heute war das Wetter etwas freundlicher; immer noch sehr kühl und bewölkt, aber immer mal wieder drang die Sonne durch und wir genossen jeden einzelnen Sonnenstrahl. Direkt von unserem Rustico in Orsaira machten wir uns auf den Weg in Richtung Pizzo Rossetto. Nachdem wir einen wunderschönen Märchenwald durchlaufen hatten, mussten wir aber bald feststellen, dass noch zu viel Schnee lag. Deshalb änderten wir unsere Marschrichtung und liefen auf der rechten Seite hoch zur Capanna Bovarina, wo es viel weniger Schneefelder gab. Der Weg führte über eine Brücke und dann steil hoch auf eine kleine Ebene. Wir stiegen noch etwas weiter hoch und fanden ein herziges Bänkli mit perfekter Aussicht ins Tal. Dort genossen wir trotz kalten Händen und Füssen eine Punsch-Pause, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten. Super, wenn man vom Wanderweg auf direktem Weg ins Ferien-Rustico laufen kann 🙂
TESSIN: Orsaira – Capanna Bovarina
Distanz: 7km
Dauer: 2h
Höhenmeter: 550 Weiterlesen
Sieht so aus, als wäre das der erste und letzte wunderschöne Tag unserer Heuferien, deshalb wollten wir diesen natürlich ausnutzen. Von Rossfall starteten wir steil einem einfachen Feldweg entlang in Richtung Oberer Chenner, immer mit Blick auf die eindrücklichen, schroffen Nagelfluhfelswände des Oberen Chenners und des Spichers. Heute gab es auch kein Aufwärmen – nach den ersten zwei Kilometern, auf dem Oberen Chenner, hatten wir schon 470 Höhenmeter zurückgelegt. Dann folgten wir einige hundert Meter dem Höhenweg zum Älpli und bestaunten dabei meinen Lieblingsberg, den Säntis, der zum Anfassen nahe schien. Die letzten Meter ging es dann noch einmal etwas hoch bis zum höchsten Punkt, dem Spicher, wo auch noch eine recht grosse Alphütte steht. Wir liefen bis zum höchsten Punkt und breiteten uns da auf der Wiese aus. Nach einer gemütlichen Mittagspause liefen wir über Wiesen und durch Wälder wieder steil hinunter bis zum Bach und von da mehr oder weniger der Schwägalpstrasse entlang bis zum Ausgangsort Rossfall. Und während die Ruhe auf dem Gipfel unsere Batterien wieder aufgeladen hat, hat uns der Lärm der unzähligen Töfffahrer auf der Schwägalpstrasse während den letzten 20 Minuten wieder die Hälfte der aufgeladenen Batterien entladen. Schön war’s natürlich bis auf die letzten paar hundert Meter trotzdem 🙂
APPENZELL: Rossfall – Oberer Chenner 1395m – Älpli 1360m – Spicher 1530m
Distanz: 8.5 km
Dauer: 2.30 h
Höhenmeter: 650 Weiterlesen
Schön, wenn es am freien 1. Mai schön ist 🙂 Wir machten uns zeitig auf den Weg ins Appenzellerland, genauer gesagt zur Steinflue, ein Stück hinter Urnäsch. Das lockere Einlaufen dauerte nur wenige Minuten – dann wurde es bereits zügig steil. Und so steil ging es auch weiter; dem ersten Grat entlang hoch bis zum Gschwendsattel, immer mit Blick auf den noch schneebedeckten Säntis und den Alpstein. Der Weg führte dann dem Waldrand entlang und etwas später rechts haltend zur Petersalp. Das letzte Stück war dann nochmal steil dem Grat entlang bis zur Hoch Petersalp. In der Zwischenzeit hatte der Föhnwind zugenommen und es blies uns einmal mehr kräftig um die Ohren. Nichtsdestotrotz genossen wir die grandiose Aussicht und unser Picknick vor der Hoch Petersalp. Ein wunderbares Plätzchen. Und nicht einmal eine Stunde später waren wir auch schon wieder unten und freuten uns auf den Apéro zu Hause.
APPENZELL: Steinflue – Gschwendsattel – Petersalp – Hoch Petersalp
Distanz: 5.5 km
Dauer: 1.50 h
Höhenmeter: 630 Weiterlesen
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