Wie erhofft starteten wir unsere heutige Tour um 9 Uhr an der Bergstation Gamplüt. Zum Glück waren wir nicht früher dran, die erste Bahn fährt nämlich erst um 8.30 Uhr. Die ersten ungefähr drei Kilometer waren ein lockeres Einlaufen mit wenigen Höhenmetern bis zur Alp Tesel – und da war schon reger Betrieb. Von dort zogen wir dem Tal entlang stetig hoch bis zu unserem ersten Ziel, dem Mutschensattel. Begleitet wurden wir dabei vom Pfeifkonzert der Murmeltiere. Ein paar hundert Meter weiter standen wir auf dem Plateau Chreialpfirst, von wo wir die grossartige Rundumsicht auf den Säntis, den Altmann, den Hohen Kasten, den Fälensee und die Churfirsten in der Ferne geniessen konnten. Auf diesem herrlichen Plateau machten wir dann auch unsere Picknickpause und liessen uns von der Sonne wärmen. Zurück ging es dann über die herzige Zwinglipasshütte wieder hinunter zur Alp Tesel. Auf diesem Wegstück konnten wir auch noch ein paar Murmeltiere beobachten, immer wieder eine wahre Freude. Was für ein traumhafter Septembertag in den Bergen! Wir kehren wie immer zufrieden und glücklich heim.
ST.GALLEN: Bergstation Gamplüt – Tesel Alp – Gruebe – Mutschensattel – Chreialpfirst – Zwinglipasshütte – Tesel Alp – Gamplüt
Distanz: 14km
Dauer: 4h
Höhenmeter: 900

Die letzten zwei Tage unserer Ferien verbrachten wir mit etwas Bewegung und viel dolce-far-niente. Wir besuchten den lokalen Markt in Moniga del Garda, wo wir uns mit italienischen Köstlichkeiten eindeckten, spielten Tennis, schwammen im Pool und chillten am Gardasee-Ufer. Wir genossen feine Cocktails und Pizza und freuten uns über die Ruhe in unserer Ferienanlage. Obwohl die Anlage einige Wohnungen beinhaltet, war es immer angenehm ruhig, was wir sehr schätzten. Morgen müssen wir leider zurück nach Hause, Philipp hat viel Arbeit vor sich. So gehen unsere Ferien in Norditalien leider schon zu Ende. Aber wir nehmen viele schöne Eindrücke und Erlebnisse mit und freuen uns bereits auf die nächsten Entdeckungstouren, die auf uns warten.
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Der heutige Ferientag ist wieder wie im Flug vergangen! Nach einem gemütlichen Frühstück auf dem Balkon machten wir uns auf zum Tennisplatz, wo wir uns eine Stunde über den Platz jagten. Den Nachmittag verbrachten wir dann mit einem schnittigen, kleinen Boot auf dem See. In Italien braucht man keine Lizenz für die kleinen Motorboote, was ziemlich cool und natürlich beliebt ist bei den Touristen. Fälschlicherweise haben wir uns auf einen gechillten, ruhigen Nachmittag auf dem See gefreut. Es war auch spannend und unterhaltsam – aber alles andere als ruhig und gechillt. Erstens war der Motorenlärm ziemlich laut, so dass einen Schwatz halten während dem Fahren unmöglich war. Zweitens schüttelte und rüttelte es ziemlich in diesem kleinen Boot, so dass man sich permanent festhalten musste. Und natürlich geht auch immer ein Wind, was Philipp schon nach wenigen Minuten zu spüren bekam – schwupps und sein Cap (eine Erinnerung an Australien) war weg! Und drittens war da der rege Verkehr von unzähligen Booten, welche so Wellen schlugen, dass selbst bei abgestelltem Motor keine Ruhe einkehrte. Und wir wollten natürlich auch ein bisschen die Umgebung sehen. Von Moniga del Garda fuhren wir daher zuerst Richtung Salo, ein hübsches Städtchen am Ufer. Und dann an den kleinen Inseln und dem Rocca de Manerba wieder zurück nach Moniga. Beide hatten wir Spass am Fahren und beide waren wir auch wieder froh, als wir nach drei Stunden wieder festen Boden unter den Füssen hatten und die Ruhe auf dem Balkon geniessen konnten 😉
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Die Reise gestern verlief einwandfrei, sogar das Tennisspielen am Nachmittag hat geklappt – und trotz Hitze Spass gemacht. Unsere neue Wohnung liegt nur wenige Meter vom Seeufer entfernt in Moniga del Garda und ist wunderbar ruhig. Der Balkon ist gross und wir haben eine schöne Aussicht auf den See, richtige Sommer Vibes. Heute war unser erster ganzer Tag hier und nach einem feinen Frühstück auf dem Balkon machten wir uns auf zum Camping Sivino, wo man Velos mieten kann. Wenig später machten wir uns mit super Bikes – aber sehr hartem Sattel – auf den Weg zum Aussichtspunkt Rocca di Manerba, wo wir eine Weile die Aussicht genossen. Dann ging es weiter nach Tomini, wobei uns beiden der Po schon ziemlich schmerzte. Dort machten wir eine Picknickpause und fuhren dann direkter als geplant über Sopracozzo, Mura und Polpenazze del Garda zurück nach Moniga del Garda, wo wir dankbar waren, nicht mehr auf diesem Sattel sitzen zu müssen. Wären die Po-Schmerzen nicht, wäre Velofahren richtig cool. Aber es war trotz Schmerzen eine Abwechslung und auch eine gediegene Art, die Umgebung etwas zu erkunden. Wir erfrischten uns noch kurz im See beim Camping Sivino – sehr empfehlenswert – und fuhren dann zurück nach Hause. Nun wollen wir uns noch vom Barbier und dem Coiffeur verwöhnen lassen und freuen uns dann auf einen feinen Apéro am See.
LOMBARDEI: Moniga del Garda – Rocca di Manerba – Tomini – Sopracozzo – Mura – Polpenazze del Garda – Moniga del Garda
Distanz: 40km
Dauer: 2h
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Nachdem gestern Abend der Himmel über dem Gardasee aufgrund von lang andauernden Gewittern mit unzähligen Blitzen getanzt hat und es auch heute Morgen noch nass war, liessen wir uns Zeit. Erst um 11 Uhr liefen wir – nach einer erneut extrem kurvenreichen und steilen Fahrt – an der Talstation der einzigartigen Prada-Costabella-Seilbahn los. Die ungefähr 500 Höhenmeter bis zur Bergstation führten einem breiten Kiesweg entlang hoch, mässig spannend. Immer wieder kreuzten wir die speziellen Steh-Gondeln der Costabella-Seilbahn. Das letzte Wegstück ging dann über Wiesen und vorbei an vielen Kühen hoch bis zur Krete des Rifugio Fiori del Baldo, wo der Wind immer stärker blies. Während die Wanderung an sich steil und mässig spannend war, war die Aussicht oben traumhaft; wir konnten fast den ganzen südlichen Teil des Gardasees überblicken. Da der Wind so stark war, setzten wir uns auf die dem Gardasee abgewandte Seite der Krete, wo wir uns ins hohe Gras hockten und die Windstille genossen. Zu unserem Erstaunen und Erfreuen tauchte während unserem Picknick noch ein Fuchs auf und beobachtete uns von nächster Nähe. Nach einer wunderbar ruhigen Auszeit auf der Krete liefen wir ungefähr 20 Minuten zurück zur Bergstation der Costabella-Seilbahn. Einerseits wollten wir uns den Rückweg sparen und andererseits auch diese spezielle Steh-Gondel, welche anscheinend nach einer 10-jährigen Auszeit der alten Bahn entsprechend neu gebaut wurde, ausprobieren. Die Fahrt in der Steh-Gondel nach Prada dauert etwa eine Viertelstunde und wirkt aufgrund des Schneckentempos sehr entschleunigend. Nachdem wir die halbstündige Fahrt runter zum See hinter uns gebracht hatten, genossen wir nochmal zwei Stunden am See in Bonzano.
VENETIEN: Prada-Costabella-Seilbahn – Rifugio Fiori del Baldo (1780m)
Distanz: 4.5km
Dauer: 1.50h
Höhenmeter: 740
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Heute hatten wir geplant zuerst an den Markt in San Zeno di Montagna und anschliessend baden zu gehen. Gestern meldete der Wetterbericht gutes Wetter und so rechneten wir mit Wärme und Sonne. Als es morgens um 9 Uhr bereits am authentischen und übersichtlichen Markt in San Zeno di Montagna zu regnen begann, dachten wir noch, das sei nur für ein paar Minuten. Falsch gedacht! Es regnete den ganzen Tag immer wieder und so waren wir gezwungen unsere Pläne anzupassen. Nachdem wir uns am Markt mit Gemüse und Früchten eingedeckt hatten, fuhren wir zurück ins Dörfchen Malcesine. Trotz des nicht optimalen Wetters wimmelte es auch heute wieder von Leuten, so waren die hübschen, engen Gassen recht überfüllt. Etwas zu überfüllt für unseren Geschmack. Wenig später machten wir uns – vor dem nächsten grossen Regenguss – auf den Heimweg und genossen den Nachmittag auf unserem wunderschönen Balkon.
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Am Freitag war Regentag und somit konnten wir ein bisschen ausruhen. Am Samstag war Reisetag, ein sehr strenger sogar. Naiverweise fuhren wir erst nach 9 Uhr los – und standen dementsprechend den ganzen Weg immer wieder im Stau. Die Picknickpause in den Weinreben war hingegen herrlich. Nachdem wir gestern Nachmittag unsere Wohnung in Malcesine, direkt unterhalb des Monte Baldo, bezogen haben, wollten wir heute natürlich als erstes den Monte Baldo ersteigen. Nach einer 5-minütigen Fahrt erreichten wir die Mittelstation, wo wir unser Auto parkierten. Die erste Hälfte der Wanderung führte einer geteerten Strasse entlang, technisch überhaupt nicht anspruchsvoll und etwas langweilig, aber recht steil. Immer mal wieder konnte man einen Blick auf die Seilbahn oder den See erhaschen. Nach etwa eineinhalb Stunden und 800 Höhenmetern erreichten wir einen Aussichtspunkt mit zwei herzigen Sitzbänkli und einer wunderbaren Aussicht auf den Gardasee unter uns, den Monte Baldo hinter uns und den Cima Valdritta auf der linken Seite. Dort genossen wir eine Weile die Morgenruhe und liessen unser Blick über den See schweifen, bevor wir die letzten, nochmal sehr steilen Höhenmeter auf einem Steinweg bis zum Gipfel liefen. Aber kaum hatten wir ein schönes Plätzchen gefunden und uns niedergelassen, zogen Wolken auf und wenige Minuten später konnte man weder den See, noch die gegenüberliegende Seite mehr sehen. Und es wurde bedeutend kühler. So packten wir unsere Sachen wieder und fuhren mit der Seilbahn zurück zur Mittelstation, wo wir dann, wieder bei Sonnenschein, unser Mittagessen genossen. Nach einem kurzen Stopp zu Hause machten wir uns kurz nach dem Mittag auf nach Malcesine in der Hoffnung, irgendwo in der Nähe des Seeufers noch einen Parkplatz zu finden. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht, es wimmelte von Touristen und Autos. Nach einer gefühlten Ewigkeit fanden wir dann doch noch einen und wenig später kühlten wir uns im frischen Gardasee ab und streckten unsere Beine aus. Die Parkplatzsuche hatte sich auf jeden Fall gelohnt, die Stunden am See waren herrlich entspannend.
VENETIEN: Mittelstation Seilbahn Monte Baldo – Il Signor – Prai – Monte Baldo (2218m)
Distanz: 7.8km
Dauer: 2.10h
Höhenmeter: 1200
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Aufgrund der schlechten Wettervorhersagen für den Freitag, war heute leider schon unser letzter Wandertag in den Dolomiten. Wir wählten eine nahegelegene Route, die eher weniger begangen wird und zu einem See führt. Und das war eine super Entscheidung! Um 8 Uhr waren wir bereits startklar und machten uns auf den Weg Richtung Schafalm. Da es von Beginn weg steil durch den Wald hoch ging, gewannen wir schnell an Höhe. Schon eine halbe Stunde später konnten bis zum Toblacher See blicken. Dann folgten zwei Flussüberquerungen und ein paar steile Kurven später erreichten wir die herzige Schafalm. Dort machten wir eine kurze Rast und liefen dann die letzten Höhenmeter durch den Wald, bevor wir der Felswand entlang links abbogen. Dann kam ein Teilstück, welches wohl typisch ist für Wanderungen in den sehr steilen Dolomiten; ein schmaler Kieselweg der Felswand entlang, extrem abschüssig, mit Drahtseilen gesichert. Schon einmal in die Tiefe blicken war wieder fast zu viel für mich. Dieses Mal konnte ich meine Angst aber einigermassen kontrollieren und dieses Wegstück hinter mich bringen. Danach ging es nochmal durch den Wald, bis es steiniger wurde und sich schlussendlich die Ebene mit dem Mitteralplsee vor uns auftat, wunderschön in den Felsen gelegen. Wir konnten unser Glück, völlig allein am Mittelalplsee zu sein, kaum fassen. Diese unberührte, wunderschöne Natur und die absolute Stille – ein Traum! Wenige Minuten konnten wir noch in der Sonne geniessen, bevor dann leider Wolken aufkamen und es kühler wurde. Nach einem feinen Picknick – selbst das Essen schmeckt besser in den Bergen 😉 – machten wir uns auf den Rückweg, welcher aufgrund des steilen Geländes nochmal Kraft und Konzentration verlangte.
DOLOMITEN: Parkplatz Soldatenfriedhof Höhlensteintal – Schafalm – Mitteralplsee (2220m)
Distanz: 10km
Dauer: 3.30h
Höhenmeter: 1000
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Heute entschieden wir uns für eine kurze Wanderung, da ab Mittag Regen und Gewitter vorausgesagt wurden. Nachdem wir 10 Euro Gebühr bezahlt hatten, parkierten wir unser Auto auf der Plätzliwiese, welche bereits auf knapp 2000 Metern liegt. Von dort ging es zuerst gute zwei Kilometer auf einem Kieselweg ziemlich eben aus und von vielen Kühen begleitet zur bekannten Dürrensteinhütte. Vor der Dürrensteinhütte, die um diese Uhrzeit noch völlig verlassen war, bogen wir links ab und stiegen die ersten Höhenmeter hoch Richtung Strudelkopfsattel, wo man noch Überreste des Ersten Weltkrieges sehen konnte. Wir passierten die halb verfallene Kaserne und legten das letzte Wegstück zurück, das Gipfelkreuz bereits vor Augen. Auch hier oben auf dem Strudelkopf hielt sich die Anzahl Menschen in Grenzen und wir konnten wieder eine wunderbare Aussicht auf die Gipfel der Tofane, den Monte Cristallo und einmal mehr die Drei Zinnen geniessen. Nachdem wir die Bergwelt eine Weile auf uns wirken lassen haben, traten wir den Rückweg an. Etwas oberhalb der Plätzliwiese machten wir dann noch unsere Mittagspause. Diese war nicht optimal geplant, denn wir sahen die dunklen Wolken schon kommen und noch während dem Essen begann es sanft zu regnen. Zügig machten wir uns auf Richtung Auto, aber wir wurden auf den letzten paar hundert Metern doch noch so richtig verregnet. Gelohnt hat es sich trotzdem raus zu gehen, wir haben dafür den Nachmittag in der warmen Wohnung umso mehr genossen.
DOLOMITEN: Plätzliwiese – Dürrensteinhütte – Strudelkopfsattel – Strudelkopf (2307m)
Distanz: 8km
Dauer: 2h
Höhenmeter: 350
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